Reisebericht von der Busreise nach Amsterdam

Hallo, ihr Lieben,

Hier ist ein Reisebericht von unserer Busfahrt nach Amsterdam vom letzten Wochenende:

Kurz vor 9 Uhr kamen wir an diesem Samstagmorgen in Amsterdam mit dem Bus an. Die Stadt versteckte sich ein wenig unter einem dunstigen Nebelschleier, und machte die eintägige Entdeckungstour in der Stadt der Grachten umso geheimnisvoller! Die morgendliche Kühle trieb mich in das erste der vielen Museen der Stadt, in das Haus der Anne Frank.

Glücklicherweise konnte ich zu dieser morgendlichen Stunde gleich an der Kasse bezahlen, wobei sich eine Stunde später schon eine Besucherschlange um das ganze Haus gebildet hatte. Wer sich also für das Museum interessiert, sollte so früh wie möglich kommen. Das Museum zeigt an Originalschauplätzen wie sich Anne und ihre Familie damals im Hinterhaus versteckt hielten. Alles wird anschaulich dargestellt und auch Filme von Zeitzeugen werden gezeigt.

Weiter ging es entlang der wunderschönen Grachten. Viele Häuser bestechen durch ihre Originalität und Schönheit. Die wunderschön verzierten gusseisernen Brücken überziehen die vielen Wasserstraßen. Hier und da sieht man in die Schaufenster kleiner Läden und Boutiquen. Hektischer wird es da schon auf dem Weg zum Museumsplatz (Museumplein), man passiert den Leidscheplein mit seinen zahlreichen Theaterhäusern und den Eingang zum Vondelpark. Vor dem Rijksmuseum und Van Gogh Museum sieht man die endlos langen Warteschlangen an den Kassen.

Jetzt wurde es Zeit für eine Stärkung und in der kleinen Fußgängerzone hinter dem Casino, kann man gut und günstig essen (eine Pizza 5 €). Gestärkt geht es weiter Richtung Blumenmarkt. In der “Nieuwe Spiegelstraat“ entdeckt man allerlei Antiquitäten und Gemälde hinter wunderschönen Fensterscheiben. Im Zentrum von Amsterdam wird man überrascht sein, wie viele Häuser noch aus dem 17. Jahrhundert datieren und liebevoll restauriert als Galerie oder Laden dienen. Knarrende Dielenböden, alte Holzvertäfelungen und Deckenbalken unter 2 Meter sind da keine Seltenheit.

Der Blumenmarkt ist fest in Touristenhand, Scharen strömen an dem übergroßen Angebot an Blumenzwiebeln und Souvenirs vorbei. Auch hier und da entdeckt man botanische Kuriositäten, wie die „schwarze Tulpe“ – „Die Königin der Nacht“.

In Amsterdam gibt es an die 600.000 Fahrräder und das ist auch nicht zu übersehen. Fahrradfahrer haben dort, wie es scheint, immer Vorfahrt. Dadurch ist die Stadt aber generell nicht durch Autos überfüllt und wirkt sehr idyllisch.

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Wer Lust und Zeit hat kann sich gegenüber dem Blumenmarkt einem dunklen Kapitel der Europäischen Geschichte widmen. Im Foltermuseum, „Torturemuseum“, kann man an zahlreichen Originalexponaten eine Vorstellung bekommen, wie die Rechtssprechung des späten Mittelalters bzw. der frühen Neuzeit teilweise vollzogen wurde. Man sollte sich aber die Zeit nehmen die historisch fundierten Erklärungen zu den Exponaten durchzulesen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit Amsterdams ist der „Begijnhof“. Hier steht das älteste Haus Amsterdams. Eine Oase der Ruhe wenn man doch an das geschäftige Treiben der Nachbarstraßen denkt. Denn nicht mehr als zwei Straßen weiter findet man sich inmitten der Amsterdamer-Shoppingmeile: Die „Kalverstraat“. Hier findet man so ziemlich alles was das Shoppingherz begehrt. Nördlich der Einkaufsmeile kommt man wieder am Dam vorbei, dem zentralen Platz mit dem Königlichen Palast. Wer möchte, kann sich in der Abendstunde, das wohl bekannteste aber auch umstrittenste Viertel der Stadt anschauen: Das Rotlichtviertel. Folgt man der „Damstraat“ in Richtung „Voorburgwal“, vorbei an chinesischen Restaurants und zahlreichen Imbissbuden findet man sich bald inmitten von Coffeeshops, rot beleuchteten Fensterscheiben hinter denen sich diverse Damen anbieten und Läden mit allerlei bizarren Utensilien. Der süßliche Geruch, der aus den Coffeeshops dringt folgt einem bis zum Damrak. Jetzt wird es erst einmal Zeit für eine Stärkung, ideal, da sich am Damrak das „Manneken Pis“ befindet, mit den besten Fritten der Niederlande. Auch bei einer kleinen Portion ist man sehr gut gesättigt.

Wer dann noch Zeit und Lust hat kann sich auf eine nächtliche Tour durch die Grachten freuen. Die Brücken sind mit vielen kleinen Lichtern beleuchtet und die Stimmung ist einmalig. Die zahlreichen kleinen Hauboote entlang der „Brouwersgracht“ vermitteln das typische Amsterdamer-Flair. Die Amsterdamer sind sehr offen und freundlich. Auch wenn man durch die nächtlichen Grachtenstraßen schlendert kann man in die eine oder andere stilvoll eingerichtete Wohnung schauen (die Amsterdamer kennen keine Gardinen).

Gespickt mit vielen Eindrücken und gestärkt durch einen Kaffee ging es wieder zurück zum Bus in Richtung Heimat.

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Bis zum nächsten Mal,
eure Reisebegleiterin Anke

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