Infos zum Basler Morgenstraich

Hallo, ihr da draußen!

Für alle, die die Fasnet etwas verlängern wollen, hier unser Tipp: Wie wäre es mit einer Busfahrt zum Basler Morgenstraich?

Im einst sehr protestantischen Basel beginnt die Fasnacht erst in der Woche nach dem Aschermittwoch – also eine Woche später als in den katholischen Gegenden. Mit dem letzten Glockenschlag verlöscht das Licht der Straßenbeleuchtung, und gleichzeitig ertönt die Stimme des Tambourmajors: »Moorgenstraich, voorwärts, maarsch!« Und dann beginnt ein »Drummle« und »Pfyffe« in allen Gassen. Trommeln und Pfeifen ist wohl das markanteste Markenzeichen der Basler Fasnacht. Die größeren Cliquen führen für die Vermittlung der Traditionen sowie für die Sicherung des Nachwuchses in ihren eigenen Reihen sogenannte »Junge Garden«, in denen die Kinder und Jugendlichen das Fasnachtsbrauchtum pflegen. Dazu gehört vor allem die hohe und immer mehr perfektionierte Kunst des Trommelns und des Piccolospielens. Die alten militärischen Märsche wurden im Laufe dieses Jahrhunderts durch eine Fülle neuer, immer anspruchsvollerer Kompositionen ergänzt und ersetzt. Heute sind gut und gern 200 Märsche im Handel erhältlich. Die strengen Rhythmen der alten Märsche und die sich gemessenen Schrittes hinter der Laterne bewegenden Cliquen (Fasnachtsgesellschaften) faszinieren die Zuschauer. Die Laternen sind das Herzstück jeder Fasnachtsclique. Mit großem künstlerischen Engagement werden auf über 200 großen Transparenten jeweils die Gegebenheiten des vergangenen Jahres, die sogenannten Sujets, persifliert. Das Sujet ist das aktuelle oder Fantasie-Thema, das von den Cliquen »ausgespielt« wird, hauptsächlich lokale Ereignisse des vergangenen Jahres.

morgenstraich-basel

In allen Gaststätten wird seit 1861 in dieser Morgenfrühe Mehlsuppe, Zwiebelwä-hen, Käsewähen, Kaffee, Wein, Bier und Kaffifertig (wird im Glas zubereitet mit we-nig und nicht zu starkem Kaffee, mit Zucker gesüsst und mit viel Schnaps aufge-füllt. In der Regel wird dazu Obstbranntwein verwendet, welcher für diesen Tag nicht wie üblich mit 38 Vol. % sondern mit mind. 45 Vol. % eingekauft wird.) ser-viert.

Es gibt an der Fasnacht fast keine Vorschriften und Verbote. Aber einiges gehört einfach zum guten Ton – oder ist empfehlenswert:
· Kommt beizeiten. Um vier Uhr herrscht ein Gedränge. Nehmt weder Handtaschen noch zuviel Geld und Wertgegenstände mit. Tragt eher keine Kontaktlinsen. Kleidet Euch warm und währschaft.
· Bleibt mit Euren Freunden zusammen, aber bildet keine Ketten. Vereinbart feste Treffpunkte zu bestimmten Zeiten für den Fall, dass Ihr Euch aus den Augen verliert.
· Dunkelheit ist erstes Gebot am Morgenstreich. Man öffnet keine Vorhänge und entzündet keine Feuerwerke.
· Fotografiert ohne Blitzlicht; so irritiert Ihr die Maskierten nicht, und die Bilder werden stimmungsvoller.
· Tragt die Fasnachtsplakette gut sichtbar. Hingegen sind geschminkte Gesichter, Pappnasen, Narrenkappen, Schunkeln, Grölen – aber auch Betrunkenheit – an der Basler Fasnacht verpönt.
· Masken, Instrumente und weitere Utensilien schränken die Aktiven in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Behindert sie deshalb nicht. Bewerft diese nicht mit Konfet-tis (in Basel „Räppli“ genannt). Lasst ihnen den Vortritt – auch zu ihren wohlver-dienten Pausen in den Restaurants.
· Die Regeln des Anstands und der Rücksichtnahme gelten an der Fasnacht ganz besonders: Man lässt Kindern, Betagten und Behinderten den Vorrang.
· Orangen und andere Gegenstände wirft man weder zurück, noch aufs Geratewohl ins Publikum;
· Konfettis nimmt man nicht von der Strasse auf; Trommeln und Utensilien der Aktiven sind wertvolles Eigentum und keine Souvenirs – kurz: man ist nett miteinander.

Viel Spaß und einen guten Start in die neue Woche
wünscht euch
Linda vom jomotours-Team

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