Reisebericht: Amsterdam mal anders!

Anke hat für den Kurztrip nach Amsterdam am letzen Wochenende einen tollen Reisebericht geschrieben, der auch mal andere Seiten Hollands beleuchtet:

TEXEL – ein kleines Paradies vor den Toren Amsterdams von Dünen, Seehundbabys und gaaaaaaanz viel Meer!

Dieser Reisebericht wird wohl diesmal ein Novum unter unseren Kurztrips nach Amsterdam darstellen und soll wohl eher exemplarisch dafür stehen, dass man mit Jomotours auch endlegendste Fleckchen Hollands entdecken kann, von den viele heute vielleicht zum ersten Mal hören mögen.

Letzte Woche erfuhr ich ganz spontan, dass ich dieses Wochenende mal wieder den Kurztrip nach Amsterdam begleiten dürfe. Schnell wurde die Landkarte von Holland gezückt, denn dieses Mal wollte ich das Amsterdamer Umland erkunden. Ein Blick auf die Region Nordholland genügte und die Entscheidung war gefallen – TEXEL!

TEXEL? Ja, die größte der Westfriesischen Inseln! Der eine oder andere unter euch wird sich jetzt fragen, und was hat das mit Amsterdam zu tun? Ganz einfach, seid ihr in Amsterdam, seid ihr nicht mehr weit entfernt von diesem kleinen Fleckchen Erde, ein kleines Paradies auf Erden, gerade zu dieser Jahreszeit, da der Massentourismus auch diese kleine Insel im Wattenmeer nicht mehr ganz verschont hat.

Am Samstagmorgen kamen unsere Gäste nach einer langen nächtlichen Fahrt in unserem Reisebus in Amsterdam an. Die Sonne schien, alle waren sehr gut gelaunt und schon im Bus machten sich die ersten Pläne welches Museum oder welche Sehenswürdigkeit sie in Amsterdam anschauen wollten. Auch eine Grachtenrundfahrt bot sich bei diesem goldenen Herbsttag geradezu an.

Für mich sollte dieser Tag an einem Schalter des Amsterdamer Hauptbahnhofes, der Centraal Station, beginnen, wo mir doch wirklich nach meinem Fahrartenkauf ungläubiges Staunen entgegengebracht wurde als ich nach einem Automaten fragte, an dem man Reisepläne ausdrucken könne. Gut, die Ernüchterung kam sofort, diese Art von Fortschritt war hier wohl noch nicht angekommen und so wurde ich zu einem der kleinen Service-Schalter verwiesen worauf man mir auf meine Frage, wann denn wohl der letzte Zug wieder zurück führe antwortete „alle halbe Stunde“.

Als ich dann endlich in meinem Zug Richtung Den Helder saß, konnte ich mich für eine Stunde gemütlich zurücklehnen und diese wundervolle Landschaft, die an mir vorbeiraste bestaunen. Windmühlen, endlos lange Felder, Gewächshäuser, Wasserkanäle…..

In Den Helder angekommen stieg ich in einen Zubringerbus zu den Fährschiffen um, und wechselte dann auf eine Fähre der Linie TESO. Nach einer 20-minütigen Überfahrt erstreckte sich vor mir die wunderschöne Insel Texel (gesprochen Tessel) mit einer Länge von 24 Km und einer Breite von 9 Km. Mit dem Bus fuhr ich vom Fähranleger dann in den Ort De Koog, wo ich mir sofort ein Fahrrad mietete. Mit Umgebungskarte und Fahrrad ausgestattet fuhr ich parallel der Dünen und des Küstenstreifens auf dem „fietspad“, also dem Fahrradweg, zum Ecomare. Auf meinem Weg fand ich besonders die sich von unserer so unterscheidenden Vegetation rund um die Dünen so faszinierend. Das Ecomare beherbergt die Seehundauffangstation auf Texel, in dem sich auch ein tolles Meeresmuseum befindet, hier lernt man viel über die Arbeit der Aufzucht von kranken und mutterlosen Seehundbabys aber auch über die Entstehung der Insel Texel und ihrer Funktion als Lebensraum für so viele verschiedene Tierarten. In der Außenanlage konnte man die Seehunde von ganz nahem erleben. Ein Blick in die kleinen schwarzen Kulleraugen und ich war sofort fasziniert. Um das Gelände des Ecomare wurde ein Dünen-Lehrpfad eingerichtet um auch von diesem für Texel so wichtigen Naturraum zu lernen. Auf diesem ca.3 Km langen Fußpfad fühlte man sich wie in einer anderen Welt. Keine Menschenseele um mich herum, nur Dünen so weit das Auge reichte. Und dann diese vollkommene Stille, schon fast unheimlich. Um 15 Uhr konnte man sich die Seehundfütterung anschauen. Für lustige Momente sorgte der Betreuer der Tiere und aber auch die umherkreisenden Möwen, die den Seehunden den Fisch ständig streitig machten. Ein Jaulen und Grölen ging durch die Menschenmenge wenn sich mal wieder einer der Vögel einen großen Fisch geschnappt hatte und sich im Tiefflug über die Menschenmenge fortbewegte um seine Beute zu sichern. Am Nachmittag machte ich es mir am endlos langen feinsandigen Strand gemütlich und genoss mein Picknick bei molligen 20 C°, begleitet vom wohlklingenden Rauschen der Wellen. Der Wind wehte und bot den Drachenfliegern mit ihren Lenkdrachen ideale Voraussetzungen. Nach diesem herrlichen Sonnenbad machte ich mich auf den Rückweg in Richtung De Koog, gab mein Fahrrad wieder zurück und machte noch mal einen kleinen Spaziergang zum örtlichen Strand. Mit dem Bus ging es dann wieder zurück zur Fähre. Die Überfahrt war recht kurz aber dennoch konnte ich einen herrlichen Sonnenuntergang auf See miterleben. Einige Leute gaben den Möwen immer wieder Brot zu fressen und so begleitete uns ein großer Schwarm auf unserer Fahrt von Texel nach Den Helder.

Am Abend traf ich in Amsterdam dann wieder auf meine Gäste, die mir von ihren Erlebnissen an diesem sonnigen Tag erzählten. Nach etwa einer halben Stunde Rückfahrt kehrte im Bus eine angenehme Stille ein. Der Tag war wohl für viele so erlebnisreich gewesen, dass sie in einen sanften Schlaf sanken. Am frühen Morgen kamen wir dann wieder glücklich, zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken in Deutschland an.

Vielen Dank an eine tolle Reisegruppe, mit vielen bekannten Gesichtern! Bis zum nächsten Mal. Eure Anke

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